
Die Landwirte im Kreis Euskirchen und ein Verein zur Rettung von Rehkitzen ziehen ein positives Fazit ihrer neuen Kooperation. Sie konnten 118 Rehkitze vor der Grünlandmahd aufspüren und die allermeisten Tiere damit vor dem Tod durch die landwirtschaftlichen Maschinen retten.
Bevor die Landwirte ihre Grünflächen gemäht haben, konnten sie im Frühling und Frühsommer die Rehkitzretter rufen. 235 mal hat der Verein seit Mitte Mai Grünlandflächen im Kreis Euskirchen mit Drohnen beflogen, um Rehkitze im hohen Gras aufzuspüren. 118 Rehkitze konnte der Verein nach eigenen Angaben finden und verscheuchen beziehungsweise mehr als die Hälfte in Boxen festsetzen, bis die Wiesen gemäht waren. In ihren ersten Wochen haben die Jungtiere keinen natürlichen Fluchtreflex. Das kann während der Mahd schlimme Folgen für die Tiere haben.
Drohnen seien besser als herkömmliche Vergrämungsbemthoden
Das versuchen Landwirte seit Jahren bereits mit aufgehängten Folien oder Piepern zu verhindern. Der Überflug mit Drohnen soll aber genauer sein, sagen die Rehkitzretter.
Die Jäger und Landwirte im Kreis Euskirchen haben mit dem Verein Rehkitzrettung Kreis Euskirchen nach eigenen Angaben wertvolle Erfahrung sammeln können. Sieben Prozent der betreffenden Grünlandfläche im Kreis Euskirchen hat der Verein vor der Mahd kontrolliert. Im nächsten Jahr soll durch weitere Drohnen rein technisch die doppelte Kapazität zur Verfügung stehen.
Der Verein hofft jetzt auf Fördergelder und mehr Mitglieder. Dabei sind vor allem Frühaufsteher gefragt. Denn die Drohnen starten morgens bevor die Landwirte anfangen. Infos zum Verein bekommt ihr auf dessen Seite: rehkitzrettung-euskirchen.de