
Reformbewegung "Wir sind Kirche" übt Kritik an Woelki
Über 300 Missbrauchsfälle beinhaltet das neue Gutachten, das das Erzbistum Köln letzte Woche vorgestellt hat. Am Dienstag hat der Kölner Erzbischof Woelki erste Konsequenzen angekündigt und seinen Rücktritt ausgeschlossen. Und daran üben Gläubige jetzt scharfe Kritik.
Veröffentlicht: Mittwoch, 24.03.2021 06:16
Die Reformbewegung „Wir sind Kirche“ sagte, es sei schwer zu glauben, dass Woelki so lange Kaplan und Weihbischof in Köln gewesen sei und trotzdem nichts von den Vertuschungen rund um die Missbrauchsfälle mitbekommen haben will. Woelki versuche sich jetzt als erster Aufklärer zu inszenieren, seine Maßnahmen seien aber Selbstverständlichkeiten. Woelki hatte gestern angekündigt, nicht zurücktreten zu wollen. Das würde die Probleme im Erzbistum nicht lösen. Als Reaktion auf das Missbrauchsgutachten kündigte Woelki neue Regeln an. Unter anderem sollen im Erzbistum keine Akten mehr geschreddert werden dürfen, es soll künftig ein System für anonyme Hinweise auf Missbrauch geben und eine unabhängige Kommission soll sich weiter mit dem Thema auseinandersetzen.