
Reaktionen auf Beschlüsse zum Kohleausstieg
Die Beschlüsse von Bund und Ländern zum Kohleausstieg haben in der Region unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Lob von Umweltschützern gibt es dafür, dass der Tagebau Hambach so verkleinert werden soll, dass der Hambacher Forst nicht gerodet werden muss. Dass der Tagebau Garzweiler im geplanten Umfang abgebaggert werden soll, sorgt dagegen für Kritik von Anwohnern. Die Gruppe «Alle Dörfer bleiben» sprach von einer «Schreckensnachricht für die Betroffenen». Es sollten sechs weitere Dörfer verschwinden, in denen noch Hunderte Menschen lebten.
Auch für den Kreis Euskirchen haben Kohleausstieg und Strukturwandel große Bedeutung. Besonders im Fokus sind hier bei uns energieintensive Unternehmen wie zum Beispiel die Papierindustrie. Knapp 320 Firmen mit rund 8.200 Beschäftigten gibt es in den zehn Industriebranchen mit dem höchsten Energieverbrauch im Kreis Euskirchen. Gerade diese Unternehmen sind auf eine sichere und bezahlbare Energielieferung angewiesen. Landrat Rosenke betonte, dass auch der Kreis Euskirchen als Teil des Rheinisches Reviers frühzeitig die Auswirkungen des Kohleausstiegs im Blick haben müsse. „Wir müssen jetzt die Weichen stellen, damit unsere heimische Wirtschaft den anstehenden Strukturwandel bewältigt und gestärkt aus der Energiewende hervorgeht“, so der Landrat.
Veröffentlicht: Donnerstag, 16.01.2020 14:40