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Ramers fordert mehr Respekt für Einsatzkräfte
© Kreis Euskirchen
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Ramers fordert mehr Respekt für Einsatzkräfte

Die Respektlosigkeit gegenüber Einsatzkräften im Kreis Euskirchen hat zugenommen. Das hat Landrat Ramers als Behördenleiter in einem Posting in den sozialen Medien und im Interview mit Radio Euskirchen kritisiert.

Veröffentlicht: Mittwoch, 11.01.2023 04:25

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„Das Jahr ist erst wenige Tage alt und insofern hat mich das sehr schockiert, dass wir einen Fall hatten am 02. Januar, da ist eine Rettungskraft tätlich angegriffen worden beim Einsatz. Und dann am 07. Januar drei Polizeibeamte, die im Einsatz dann auch gewalttätig angegriffen worden sind. Und das macht dann schon nachdenklich und betroffen, wenn man in so kurzer Zeit solche Fälle dann auch im Kreis Euskirchen hat.“
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Diese Fälle seien leider kein Großstadtphänomen mehr, wie er schreibt und die Respektlosigkeit sei auch kein Problem einzelner Bevölkerungsgruppen. Er will den Einsatzkräften weiterhin den Rücken stärken und konsequent diese Fälle zur Anzeige bringen. Außerdem forderte er im Radio Euskirchen Interview:

„dass einfach die Verfahren deutlich schneller gehen. Dass man diejenigen dann auch zur Rechenschaft zieht, dass Strafen daraus folgen. Ich glaube man muss das Strafmaß gar nicht verschärfen, sondern es gibt Möglichkeiten in unserem Rechtsstaat, die muss man konsequenter nutzen. Und das ist meine Hoffnung, dass das auf übergeordneter Ebene dann auch erfolgen wird.“
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Nicht nur Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Polizei werden angegangen. Auch in der Kreisverwaltung selbst gebe es immer wieder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die am Telefon oder schriftlich bedroht werden, so Ramers.

Auch eine erste Einschätzung der Polizei zu den Einsätzen im Jahr 2022 stützt die Beobachtung des Landrats: Bei mehr als 50 Einsätzen wurden ein oder mehrere Polizisten Opfer einer Straftat, dazu zählen neben Widerstand auch Bedrohung und Beleidigung. Deutlich mehr als 20 Polizistinnen und Polizisten wurden im Dienst durch Personen verletzt. Ein Polizist wurde dabei schwer verletzt, er sei aber mittlerweile wieder im Dienst, sagte uns ein Polizeisprecher.

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