
Prozessstart wegen versuchter Geldautomatensprengung
Immer wieder werden in unserer Region Geldautomaten gesprengt - erst letzten Monat gab es einen Fall in Dahlem. Die Täter könnten international tätig sein. Am Kölner Landgericht sind am Montag (22.7.) zwei Niederländer wegen einer versuchten Automatensprengung angeklagt.
Veröffentlicht: Montag, 22.07.2024 04:44
Die beiden sollen nicht allein vorgegangen sein – ihre mutmaßlichen Komplizen wurden nur nicht geschnappt. Konkret geht es um einen Fall in Köln. Die beiden Niederländer sollen ihren VW Caddy mit Sprengstoff beladen haben und dann über die Grenze gefahren sein. Zur Sprengung ist es dann aber nicht gekommen, weil der Caddy einer Polizeistreife aufgefallen ist. Daraufhin sollen die beiden Angeklagten geflohen sein und teilweise sogar mit 130 km/h durch Köln gerast sein. Einige überfahrene rote Ampeln und einen Unfall später, sind sie laut Polizei dann zu Fuß weiter geflohen – am Ende wurden sie aber geschnappt und stehen jetzt vor Gericht. Ein Urteil gibt es wahrscheinlich in drei Wochen.
Immer wieder kommen Verdächtige aus den Niederlanden. Kriminologen meinen, dass die Täter nach Deutschland kommen, weil es hier einfacher ist, die Automaten zu sprengen. In den Niederlanden verkleben die Geldscheine im Automaten nämlich, sobald er gesprengt wird. Da gibt’s dann kaum Beute. Weil sich die Geldautomatensprengungen bei uns häufen, arbeiten die deutschen Behörden auch mit anderen internationalen Ermittlern zusammen – immer wieder kommen sie den Sprengern so auf die Spur. Aber auch in anderen europäischen Ländern wie Belgien und Luxemburg gibt es ähnliche Vorfälle.