
Prozessbeginn gegen Brüder aus Euskirchen wegen Fluthilfe-Betrugs
Zwei Brüder aus Euskirchen stehen im Verdacht, nach der Flutkatastrophe 2021 Subventionen in Millionenhöhe erschlichen zu haben. Die Bonner Staatsanwaltschaft hat Anklage erhoben, und der Prozess vor dem Bonner Landgericht hat begonnen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 30.01.2025 08:40
Viel Geld zu unrecht bekommen?
In Euskirchen und Rheinbach sollen zwei Brüder versucht haben, nach der Flutkatastrophe 2021 unrechtmäßig Subventionen zu erhalten. Die Bonner Staatsanwaltschaft hat die 42 und 37 Jahre alten Männer angeklagt. Der Prozess vor dem Bonner Landgericht begann am Donnerstag (30. Januar). Den Brüdern wird vorgeworfen, Anträge auf Subventionierung von zehn Immobilien gestellt zu haben, die angeblich durch die Flut beschädigt wurden. Insgesamt machten sie Schäden in Höhe von zwei Millionen Euro geltend, von denen 875.000 Euro tatsächlich ausgezahlt wurden.
Urteil wird Ende Mai erwartet
Die Bezirksregierung in Münster, bei der die Förderungen beantragt wurden, bemerkte jedoch Unstimmigkeiten in den Dokumenten und erstattete Strafanzeige.
Der jüngere der Brüder, der Immobilien im Raum Euskirchen vermietet und verpachtet, soll Schäden an Immobilien erfunden oder tatsächliche Schäden als Flutschäden ausgegeben haben. Dabei sollen die Angeklagten Gutachten eines Sachverständigen manipuliert haben. Einige der Immobilien, hauptsächlich Mehrfamilienhäuser, waren tatsächlich beschädigt und wurden zu Recht subventioniert. Das Landgericht Bonn erwartet eine umfangreiche Beweisaufnahme und hat Verhandlungstermine bis zum 22. Mai angesetzt.