
Prozess wegen Tierquälerei vertagt
Vier Männer sollen über mehrere Monate hinweg Tiere auf einem Schlachthof in Hürth gequält und misshandelt haben. Am Freitag sollte vor dem Kölner Amtsgericht die juristische Aufarbeitung der Vorwürfe beginnen - das Verfahren wurde aber zunächst vertagt.
Veröffentlicht: Freitag, 22.05.2026 08:31
Vor dem Kölner Amtsgericht ist am Morgen ein Prozess gegen vier ehemalige Mitarbeiter eines Schlachthofs in Hürth. Nachdem die Verteidigung einen umfassenden Antrag verlesen hat, ist das Verfahren aber erstmal vertagt worden – das hat das Amtsgericht eben mitgeteilt. Jetzt muss ein neuer Hauptverhandlungstermin bestimmt werden.
Angeklagte sollen Tieren erhebliche Schmerzen zugefügt haben
Den Angeklagten wird vorgeworfen, über mehrere Monate hinweg gegen das Tierschutzgesetz verstoßen zu haben. Um Zeit und Aufwand zu sparen, sollen sie brutal mit den Tieren umgegangen sein und ihnen erhebliche Schmerzen zugefügt haben. So sollen sie beispielsweise Schafe und Rinder nur halb betäubt geschlachtet haben. Öffentlich wurde der Skandal durch ein Video einer Tierschutzorganisation, das heimlich aufgenommen wurde. Eigentlich sollte der Prozess schon vor einem halben Jahr beginnen, wurde damals jedoch ausgesetzt. Da drei Angeklagte kurzfristig neue Verteidiger beauftragt hatten, mussten ihre Verfahren abgetrennt werden. Ursprünglich sollte der Prozess daher nur gegen einen der Männer beginnen. Jetzt stehen aber doch alle vier gemeinsam vor Gericht.