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Prozess gegen Ex-Rocker-Boss startet
© Symbolbild
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Prozess gegen Ex-Rocker-Boss startet

Er soll ab 2014 Präsident des Kölner Rocker-Clubs „Bandidos“ gewesen sein und muss sich ab Mittwoch vor dem Kölner Landgericht verantworten. Unter anderem wegen Anstiftung zu versuchtem Mord. 


Veröffentlicht: Mittwoch, 22.04.2026 07:48

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Die Hintergründe sind komplex: Bereits im Jahr 2018 soll aus einem fahrenden Auto heraus auf einen Treffpunkt der Bandidos in Köln-Kalk geschossen worden sein. Dabei wurden mehrere Personen verletzt. Der jetzt Angeklagte soll den konkurrierenden Rocker-Club „Hells Angels“ dafür verantwortlich gemacht haben. Er soll einem Mitglied seines Clubs befohlen haben, eine vergleichbare Aktion durchzuführen und dabei auch auf den mutmaßlichen Hells-Angels-Schützen zu schießen. Im Dezember 2018 sollen dann mehrere Mitglieder der Bandidos auf ein fahrendes Auto geschossen haben, in dem sie den damaligen gegnerischen Schützen vermuteten. Dabei wurde einer der Insassen lebensgefährlich verletzt. Bei einem weiteren Vorfall im Jahr 2019 soll der Angeklagte einem seiner Bandenmitglieder eine Maschinenpistole überreicht haben, um damit erneut die Hells Angels anzugreifen – auch dies soll eine Racheaktion gewesen sein.

Der Angeklagte war zuletzt aus der JVA in Euskirchen geflüchtet. Er lieferte sich ein Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei. Nach der Festnahme in Spanien, jetzt also Landgericht Köln. Ihm droht die Sicherungsverwahrung. 

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