
Politik reagiert auf Verunsicherung in Marmagen
Die Verwaltung in Nettersheim warnt vor einer Überforderung durch zu viele Flüchtlinge, die in die Gemeinde kommen. Zuletzt gab es dort Sorgen, weil die Zahl der Straftaten rund um die Notunterkunft in Marmagen gestiegen ist.
Veröffentlicht: Freitag, 23.06.2023 12:56
Immer wieder gab es Probleme in der Notunterkunft Marmagen. Laut Verwaltung fühlten sich einige Bewohner in Marmagen deshalb nicht mehr sicher. Auch, weil einige wenige Menschen Verunsicherungen verstärken würden. Die überwiegende Mehrheit zeige sich allerdings solidarisch.
Jetzt gibt es eine neue ordnungsbehördliche Verordnung. Das sei aber nichts Ungewöhnliches. Laut Bürgermeister Norbert Crump ist Nettersheim die letzte Gemeinde im Kreis, die eine erlässt. Darin steht, wie das öffentliche Leben geregelt ist. Also zum Beispiel, dass nicht überall gegrillt werden darf und dass jeder seinen Müll wieder mitnimmt. Damit gibt es jetzt eine Rechtsgrundlage, damit das Ordnungsamt bei Fehlverhalten eingreifen kann. Laut Crump würde es dadurch jetzt aber nicht intensive Kontrollen gebe. Bürger würden erstmal nichts von der Verordnung mitbekommen.
Die bisherigen Maßnahmen der Gemeinde zeigten Wirkung, sagt er. So sei die freiwillige Feuerwehr nicht mehr zu häufigen Fehlalarmen in die Notunterkunft gerufen worden und auch das Ordnungsamt zeige mehr Präsenz. Als weitere Reaktion hat der Rat entschieden, mehr Personal für das Ordnungsamt und im Bereich Soziales einzustellen. Gelöst seien die Probleme damit nicht, es sei eine ständige Aufgabe.