
Rund 250.000 Gäste kamen im vergangenen Jahr in den Kreis Euskirchen. Das geht aus Zahlen des statistischen Landesamts hervor. Jeder Gast blieb im Schnitt drei Nächte im Kreis.
Damit ist die Anzahl der Gäste und Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Die Zahlen hier folgen damit dem landesweiten Trend. Ein Sprecher der Nordeifel Tourismus sagte uns auf Anfrage, im vergangenen Jahr habe es nur leicht weniger Übernachtungen in Hotels, Jugendherbergen und auf Campingplätzen gegeben als im Vor-Corona-Jahr 2019. Dabei wäre 2019 ein absolutes Boom-Jahr gewesen. Als Gründe für den gestiegenen Zulauf sieht er, dass die Pandemie-bedingten Einschränkungen weggefallen und Flutschäden repariert seien.
Nicht abgebildet in den Zahlen des statistischen Landesamtes ist die Gemeinde Weilerswist. Das liege daran, dass es in ganz Weilerswist nur ein einziges Hotel gebe.
Die meisten Gäste kamen nach Blankenheim, Schleiden und in die Stadt Euskirchen. Die meisten Touristen kommen aus Deutschland. Doch der Anteil ausländischer Gäste steigt. Jeder siebte kommt aus dem Ausland. Über die Hälfte aus unseren Nachbarländern: Belgien und Niederlande. Besonders beliebt bei ihnen ist Dahlem wegen des Ferienparks Kronenburger See. Jeder Dritte Tourist in Dahlem kommt aus dem Ausland.
Immer mehr Menschen aus Skandinavien, Israel, Südkorea und der Ukraine machen sich auf den Weg in die Eifel. Sie übernachten überwiegend in Hotels. Jugendherbergen und Campingplätze werden immer beliebter.
Auslastungsprobleme haben die Hotels im Kreis nicht. Im Gegenteil: In Mechernich waren laut Statistik nicht einmal 20 % der Betten belegt. Trotzdem boome hier der Tourismus: Es gebe viele Ferienwohnungen, die die Statistik nicht erfasst, und die Gemeinde sei ein beliebtes Tagesausflugsziel, sagt der Sprecher von Nordeifel Tourismus.
Weil in Bad Münstereifel Studierende während der Vorlesungszeit in Hotels untergebracht werden, komme es hier zu besonders langen Aufenthaltsdauern.