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Noch keine heiße Spur im Mordfall Claudia Ruf
© Kreispolizeibehörde Euskirchen
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Noch keine heiße Spur im Mordfall Claudia Ruf

Die Ermittlungen im Mordfall Claudia Ruf gehen auch im Kreis Euskirchen weiter und jetzt auch im Ausland. Das hat uns die Bonner Polizei gesagt. Die Auswertung der DNA-Spuren läuft beim Landeskriminalamt auf Hochtouren, um den Mörder zu finden. 1.100 DNA-Spuren sind bis jetzt ausgewertet, aber es gebe noch keine heiße Spur. Das teilt die Bonner Polizei auf Radio Euskirchen Nachfrage mit.

Ein Polizei-Sprecher sagte uns am Freitag: "Wir meinen zu wissen, warum die Kinderleiche bei Euskirchen-Oberwichterich auf einem Feld lag". Aus ermittlungstaktischen Gründen kann die Polizei aber noch keine weiteren Informationen dazu bekanntgeben.

Das Mädchen war im Jahr 1996 in Nähe von ihrem Heimatort bei Grevenbroich vergewaltigt und ermordet worden. Die Leiche lag einen Tag später bei Oberwichterich auf einem Feld. Mehr als 20 Jahre ist der Kindermord an der damals elfjährigen Claudia Ruf schon her.

Zuletzt hatten die Ermittler auf neue Hinweise durch die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ gehofft. Im Dezember soll es dadurch auch Hinweise auf einen möglichen Selbstmord des Täters gegeben haben. Jetzt sagt die Bonner Polizei aber, sie könne einen Suizid des Täters ausschließen.

1.400 Männer haben nach Polizeiaussagen in den vergangenen Monaten eine Speichelprobe abgeben – alle aus dem Umfeld und Heimatort des Mädchens. Rund um Grevenbroich liefen die Massen-Gentests. Die Polizei sammelt nach aktuellen Informationen zusätzliche 500 Proben, im In- und Ausland. Möglicherweise könnte der Täter umgezogen sein. Die Kontakaufnahme zu ausländischen Behörden sei schwierig, sagt die Polizei. Alle Hinweise, die bis jetzt von Zeugen eingangen sind, seien aber sowohl zeitlich als auch örtlich und sachlich gut eingeordnet, so die Ermittler.

Veröffentlicht: Freitag, 17.01.2020 08:49

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