
Neue Klage gegen Erzbistum
Das Erzbistum Köln sieht sich im Missbrauchsskandal erneut einer Schmerzensgeldklage gegenüber. Es geht um 830.000 Euro und der Priester, um den es geht, war auch in Zülpich tätig. Der Priester war im Februar 2022 vom Landgericht Köln zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden.
Veröffentlicht: Donnerstag, 13.07.2023 05:14
Er hatte von 1993 bis 2018 neun Mädchen in Gummersbach, Wuppertal und eben auch in Zülpich teils schwer sexuell missbraucht. Der Priester wurde inzwischen aus dem Klerikerstand entlassen.
Jetzt verlange die heute 56 Jahre alte, frühere Pflegetochter des Priesters Entschädigung für das ihr zugefügte körperliche und seelische Leid, bestätigte ein Sprecher des Kölner Landgerichts.
Das Kölner Landgericht hatte im Juni einem Missbrauchsbetroffenen 300.000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen. Der Kläger war in den 70er Jahren als Messdiener viele Jahre lang von einem Priester sexuell missbraucht worden. Erzbischof Rainer Maria Woelki hatte in dem Fall entschieden, keine Verjährung geltend zu machen. Das Erzbistum müsste auch in dem neuen Fall auf die Verjährung verzichten.