Neue Corona-Welle im Kreis verhindern

Kommt die zweite Corona-Welle?

Damit es keine weitere Corona-Infektionswelle gibt, sind alle Menschen hier im Kreis Euskirchen gefragt. Aktuell gibt es noch 26 akut kranke Corona-Patienten im Kreisgebiet. Der Leiter des Gesundheitsamtes, Christian Ramolla, warnt jetzt davor, nachzulassen und die Krise auf die leichte Schulter zu nehmen.

"Das Beste, war wir erreichen können, ist eine permanente Hintergrund-Aktivität von Corona. Das wird uns nicht verlassen. Es wird permanent da sein. Mal ein bisschen mehr, mal ein bisschen weniger. Und wenn wir alle unvernünftig werden, dann kriegen wir die zweite Welle, das glaube ich, leider ja."

Der Kreis Euskirchen hat Dienstag eine Bilanz nach drei Monaten Corona-Pandemie gezogen. In dieser Woche gab es den 21. Corona-Todesfall. Ein 84-jähriger Mann mit Vorerkrankungen ist gestorben. Im Kreis Euskirchen haben mittlerweile rund 420 Menschen eine Infektion mit dem Coronavirus überstanden. Betroffen waren insgesamt rund 2.940 Menschen. Viele waren Kontaktpersonen, die in die zweiwöchige Quarantäne mussten oder als Verdachtsfälle gehandelt wurden.

Eifelhöhen-Klinik für den Notfall

Der Kreis will auf alles vorbereitet sein. Auch auf eine mögliche zweite Welle. Deshalb soll das Gebäude der leerstehenden ehemaligen Eifelhöhen-Klinik in Nettersheim-Marmagen im Notfall genutzt werden. Die Verhandlungen mit der Eifelhöhen-Klinik Aktiengesellschaft, der Eigentümerin des Gebäudes, sind jetzt abgeschlossen. Das Gebäude soll ab Juli für ein Jahr gemietet werden, mit der Option, monatlich zu verlängern. Der Mietvertrag muss aber von der Politik noch beschlossen werden. Dienstagabend war die Nutzung des Gebäudes Thema im Kreis-Gesundheitsausschuss. In zwei Wochen tagt dann der Kreistag zu dem Thema. Die Eifelhöhen-Klinik sei Bestandteil der Vorsorgeplanung des Kreises, sagte uns Udo Crespin, der Leiter des Führungsstabes. Vorgesehen ist, im ambulanten Bereich auch COVID-19-Patienten behandeln zu können. 

Corona: Kosten + Schutz

Die Mehrkosten für die Kreisverwaltung liegen bisher bei zwei Millionen Euro. Sie sind beispielsweise in Schutzkleidung geflossen. Was die Schutzkleidung angeht, ist der Kreis Euskirchen nach einer kritischen Phase am Anfang der Pandemie mittlerweile gut aufgestellt. In vier Depots lagern unter anderem über eine Million Handschuhe.

© "Morning Briefing" mit Mundschutz: Landrat Rosenke dankte dem Team des Gesundheitsamtes für die Arbeit. Foto: W. Andres / Kreisverwaltung Euskirchen
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