Anzeige
Mutmaßlicher Täter aus Schleswig-Holstein mehrfach im Kreis Euskirchen verurteilt
© VRR
Teilen:

Mutmaßlicher Täter aus Schleswig-Holstein mehrfach im Kreis Euskirchen verurteilt

Der Mann, der in einem Regionalzug in Schleswig-Holstein zwei junge Menschen getötet und mehrere weitere verletzt haben soll, war mehrere Jahre lang in Euskirchen gemeldet.

Veröffentlicht: Donnerstag, 26.01.2023 12:59

Anzeige

Nach Angaben des NRW-Flüchtlingsministeriums wurde der Mann am 29. Januar 2015 in Bad Münstereifel gemeldet. Im Mai 2017 zog er demnach nach Euskirchen um.

Ibrahim A. hatte seit 2015 gut ein Dutzend Mal mit der Polizei zu tun; schon kurz nachdem er im Kreis Euskirchen registriert war. Als Ladendieb, wegen Körperverletzungen, EC-Kartenbetrugs oder auch Drogendelikten ist er ein gutes Dutzend Mal in Erscheinung getreten, in Euskirchen, Bad Münstereifel, Köln und Bonn, bestätigt die Staatsanwaltschaft Bonn. Das Euskirchener Amtsgericht hatte den Mann dreimal verurteilt. Die meisten anderen Verfahren seien eingestellt worden.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hatte seinen Asylantrag abgelehnt, gewährte ihm aber Schutz. Deshalb habe die Ausländerbehörde im Kreis Euskirchen ihm 2017 eine Aufenthaltsgenehmigung erteilen müssen, sagte ein Behördensprecher. Ende 2020 hatte er den Kreis Euskirchen mit unbekanntem Ziel verlassen. Erst Monate später hatte die Polizei in Kiel den Mann wieder registriert.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Itzehoe galt der 33-Jährige nicht als Intensivtäter. Er soll am Mittwoch in einem Regionalzug zwischen Kiel und Hamburg mit einem Messer auf Fahrgäste eingestochen haben. Eine 17-Jährige und ein 19-Jähriger starben. Fünf erlitten Verletzungen. Die Polizei konnte den mutmaßlichen Täter im Bahnhof Broksted festnehmen.

Anzeige
Anzeige
Anzeige