
Mordprozess Zülpich-Füssenich: Angeklagter schweigt
Der erste Verhandlungstag im Prozess um den versuchten Mord in Füssenich liegt hinter uns: Seit Dienstag steht ein 37 Jahre alter Mann aus Rumänien vor dem Landgericht in Bonn und muss sich für die Tat verantworten. Noch gibt es keine Hinweise auf ein Motiv für die Tat.
Veröffentlicht: Mittwoch, 10.04.2024 04:07
Der Angeklagte schweigt. Er wurde am Dienstag mit Handschellen und einer schwarzen Kappe in den Gerichtssaal geführt und hat seiner Dolmetscherin zugehört.
Dem Mann wird vorgeworfen, im August letztes Jahr in das Haus eines Ehepaars eingebrochen zu sein und sie im Schlaf mit Schlägen lebensgefährlich verletzt zu haben. Eine der zentralen Fragen des Prozesses wird neben dem Motiv sein, warum die Täter – es wird von weiteren Beteiligten ausgegangen – an den Schlüssel zum Haus gekommen sind. Aufgebrochen war nämlich nichts, und auch durchwühlt wurde das Haus nicht. Es ist also noch einiges zu klären.
Durch DNA-Spuren waren die Ermittler auf die Spur des Angeklagten gekommen. Der 37-Jährige war nämlich mit seinem Fingerabdruck in einer Datenbank in Großbritannien gespeichert, weil er dort mehrere Jahre zuvor beim Ladendiebstahl erwischt worden war. Die Polizei hat dann mit einem internationalen Haftbefehl nach dem Mann gesucht. Einen Monat danach wurde er am Hauptgrenzübergang zwischen Griechenland und Bulgarien festgenommen und nach Deutschland gebracht.
Sieben Verhandlungstage sind für den Prozess angesetzt.