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Morddrohung gegen einen Euskirchener SPD-Stadtratskandidaten
© SPD-Ortsverein Euskirchen
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Morddrohung gegen einen Euskirchener SPD-Stadtratskandidaten

Knapp zwei Wochen vor der Kommunalwahl hat ein Stadtratskandidat der SPD in Euskirchen eine Morddrohung bekommen. Die Drohung richtet sich nicht nur gegen den Kandidaten, sondern auch gegen seine Familie. Das hat der SPD-Ortsverein am Dienstagnachmittag bekanntgegeben. An wen der Brief genau gerichtet ist, sagt die SPD nicht, weil der Kandidat das nicht möchte. Trotz Morddrohung macht der Kandidat weiter, heißt es.

Nach Angaben der SPD ermittelt der Staatsschutz jetzt in dem Fall. Der Brief soll an einen Stadtratskandidaten mit Migrationshintergrund gerichtet sein und ist mit den Worten „Heil Hitler“ unterschrieben. In dem Brief heißt es unter anderem:

"Wenn du denkst, dass Du deine Rasse hier in Deutschland ausbreiten wirst, da hast Du dich aber ganz toll geirrt. Du gehörst nicht zu der Deutschen Gesellschaft. Wenn du gewählt wirst, wirst Du und deine Familie umgebracht."

Die SPD wollte aus einem bestimmten Grund mit der Morddrohung an die Öffentlichkeit gehen. Sie sagt: „Wir dürfen diese Leute nicht gewinnen lassen“. Es sei besorgniserregend, dass selbst ehrenamtliche Kommunalpolitiker mit dem Tode bedroht würden.

Veröffentlicht: Dienstag, 01.09.2020 15:46

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"Kein Einzelfall"

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Die Morddrohung gegen einen Euskirchener Lokalpolitiker ist nicht der berühmte Einzelfall. Das sagte ein Sprecher des Staatsschutzes in Bonn auf Radio Euskirchen Nachfrage. Solche Drohungen gebe es im Umfeld von Wahlen immer wieder.

Nach Angaben des Staatsschutzes stehen die Ermittler im engen Kontakt zu dem Betroffenen und bewerten die Lage.

Auch wenn Unbekannte Wahlplakate abreißen, beschmieren oder anzünden schaltet sich der Staatsschutz ein. Das habe mit reiner Sachbeschädigung nur wenig zu tun.

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