
Mobile Fluthilfe: Weiterhin Hilfe im Kreis Euskirchen
Dreieinhalb Jahre nach der verheerenden Flutkatastrophe im Kreis Euskirchen benötigen viele Betroffene weiterhin Unterstützung. Die Malteser haben darauf reagiert und bieten nun eine mobile Beratung an.
Veröffentlicht: Dienstag, 28.01.2025 05:37
Fluthilfebüros in Bad Münstereifel und Euskirchen wurden geschlossen
Rund dreieinhalb Jahre nach der Flutkatastrophe im Kreis Euskirchen benötigen viele Betroffene noch immer Unterstützung. Die Malteser haben auf diese anhaltende Notlage reagiert und bieten nun eine mobile Fluthilfeberatung an. Nachdem die Fluthilfebüros in Bad Münstereifel und Euskirchen Ende letzten Jahres geschlossen wurden, ist jetzt ein mobiler Berater im Kreis unterwegs, um den Betroffenen zur Seite zu stehen.
Hilfe bei Anträgen
Der mobile Fluthilfeberater unterstützt die Hochwasserbetroffenen bei der Beantragung von Einzelfallhilfen, die finanzielle Unterstützung oder Hausrat betreffen. Die staatliche Wiederaufbauhilfe deckt 80 Prozent der entstandenen Schäden ab, und für den verbleibenden Eigenanteil können weiterhin Anträge auf Einzelfallhilfe gestellt werden. Hierbei können auch die AWO und Diakonie helfen, die ebenfalls Kooperationspartner der Hochwasserhilfe sind.
Auch psychologische Hilfe soll bestehen bleiben
Neben der finanziellen Unterstützung gibt es auch weiterhin Unterstützung in Bezug auf die emotionale Begleitung der Betroffenen. Ein Nachfolgeprojekt der Interkommunalen Psychosozialen Unterstützung (IPSU) ist in Planung, um den Menschen bei der Bewältigung der psychosozialen Folgen der Flutkatastrophe zu helfen. Auch das Unterstützungsangebot im Schleidener Tal, das zum Jahreswechsel geschlossen wurde, soll durch neue Initiativen ersetzt werden. Die Malteser setzen sich weiterhin dafür ein, den Menschen im Kreis Euskirchen die notwendige Hilfe zu bieten, um die Folgen der Flutkatastrophe zu bewältigen und einen Neuanfang zu ermöglichen.
Auch AWO, Caritas und Diakonie helfen noch
Auch in 2025 bieten die Fluthilfe-Kooperationspartner AWO, Caritas und Diakonie gemeinsam mit den Maltesern noch Angebote im Hilfszentrum Schleidener Tal an der Kölner Straße 10 an. Dabei geht es ebenfalls um die finanzielle und psychosoziale Hilfe der Betroffenen. Auch wer Probleme im Umgang mit den Behörden hat, kann sich hier melden. Betroffene können außerdem noch Tipps für den eigenen Hochwasserschutz bekommen. Infos und Termine können per Mail vereinbart werden: hiz-schleidenertal@malteser.org oder telefonisch unter 02444-9125400.