
Milliardenschwere Fluthilfe auf den Weg gebracht
Der Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe im Kreis Euskirchen und der Region wird Jahre dauern. Wer sein Haus verloren hat, kann mit Hilfe vom Staat rechnen: Am Mittwoch hat das Bundeskabinett den Fluthilfe-Staatsfonds auf den Weg gebracht.
Veröffentlicht: Mittwoch, 18.08.2021 13:35
Bund und Länder hatten schon vor einer Woche vereinbart, einen Wiederaufbaufonds gemeinsam mit 30 Milliarden Euro auszustatten. Jetzt wurde der Gesetzentwurf für die Fluthilfe beschlossen. 16 Milliarden Euro sollen noch in diesem Jahr fließen. Die Koalitionsfraktionen sollen einen entsprechenden Entwurf nun in den Bundestag einbringen. Durch die Flut geschädigte und nicht versicherte Hausbesitzer sollen 80 Prozent der Kosten erstattet bekommen - in Härtefällen soll auch eine Übernahme aller Kosten möglich sein. Die Details werden noch diskutiert. Auch wie das Geld genau beantragt und ausgezahlt werden soll, ist noch nicht klar.
Die Aufbauhilfe wird zusätzlich zu den schon im Juli beschlossenen Soforthilfen gewährt, die bei der Überbrückung von akuten Notlagen direkt nach der Starkregen- und Flutkatastrophe helfen sollten. Damals hatte der Bund bereits 400 Millionen Euro bereitgestellt.