
Mehr Kampfmittelfunde in diesem Jahr
Der Kamfmittelbeseitigungsdienst hat in diesem Jahr mehr zu tun gehabt. Wie das NRW-Innenministerium bestätigt, habe es deutlich mehr Funde gegeben als vor einem Jahr. Auch in Euskirchen waren die Experten mehrmals vor Ort.
Veröffentlicht: Donnerstag, 30.12.2021 10:28
Nur wenige Kampfmittel-Funde werden öffentlich bekannt. Meist wenn viele Menschen deswegen ihre Häuser verlassen müssen und wichtige Verkehrswege gesperrt sind.
Erst wenige Tage vor Weihnachten haben die Experten einen Blindgänger in Euskirchen sprengen müssen. Im November haben sie eine Weltkriegsbombe am Bahnhof entschärft und in Euenheim eine Phosphorgranate unschädlich gemacht. Im Sommer hatte in Euenheim der Zugverkehr ruhen müssen, bis der Kampfmittelbeseitigungsdienst einen Blindgänger entschärft hat.
Landesweit haben die Experten bis September in diesem Jahr schon 24.000 Kampfmittel beseitigt - mehr als im gesamten Vorjahr. Das liege an der Corona-Pandemie, sagte ein Sprecher des NRW-Innenministerium. Denn vergangenes Jahr hatten die Experten kaum gesucht, um während der Kontaktbeschränkungen die Menschen durch Evakuierungs-Maßnahmen nicht unnötig zueinander zu bringen.
Das Innenministerium geht davon aus, dass auch noch in Jahrzehnten Arbeiter auf Weltkriegsbomben im Boden stoßen.