
Bereits in den vergangenen Jahren habe es deutlich mehr Anträge gegeben. Im Corona-Jahr 2020 seien es lediglich 250 gewesen, sagt ein Sprecher der Kreisverwaltung auf Radio Euskirchen Nachfrage. Ein weiterer Grund ist, dass seit zwei Monaten neue Regeln gelten, um deutscher Staatsbürger zu werden. . Durch das geänderte Staatsangehörigkeitsrecht könnten es in diesem Jahr 1000 Anträge werden, sagt ein Sprecher der Kreisverwaltung. Und damit viermal so viele wie vor vier Jahren. Für die Einbürgerung gelten künftig klare und nachvollziehbare Regeln, sagt das Bundes-Innenministerium. Nachgewiesen werden müssen unter anderem eine gelungene Integration, gute Deutschkenntnisse sowie die eigenständige Sicherung des Lebensunterhaltes. Dafür ist eine Einbürgerung jetzt in der Regel nach fünf und nicht mehr erst nach acht Jahren möglich.
Im Kreis geringere Wartezeiten
Während in Köln die Wartezeiten auf einen Termin entsprechend hoch sind, sei das bei uns nicht der Fall. Das liege auch an einem anderen Prozedere. Hier würden die Menschen zunächst bei sich in der Kommune die Anträge abgeben. Nach den Vorgesprächen dort, landen die Fälle dann erst im Kreishaus.
Wegen der gestiegenen Nachfrage hat die Kreisverwaltung das Personal im Ausländeramt bereits aufgestockt.