
Marien-Hospital Euskirchen: Keine Klage gegen Klinik-Reform
Das Marien-Hospital in Euskirchen ist mit der neuen Krankenhaus-Reform in NRW nicht glücklich, da es dadurch weniger Leistungen anbieten kann. Trotz der Einschränkungen bei bestimmten Operationen verzichtet das Krankenhaus auf rechtliche Schritte, das Kreiskrankenhaus in Mechernich will den Klageweg gehen.
Veröffentlicht: Freitag, 31.01.2025 05:52
Marien-Hospital unzufrieden mit Entscheidung aus Düsseldorf
Das Marien-Hospital in Euskirchen wird keine rechtlichen Schritte gegen die neue Krankenhaus-Reform in Nordrhein-Westfalen einleiten. Dies teilte eine Sprecherin des Krankenhauses auf Nachfrage von Radio Euskirchen mit. Obwohl die Verantwortlichen bedauern, dass nicht alle beantragten Leistungen genehmigt wurden, wird auf eine Klage verzichtet. Stattdessen konzentriere sich das Marien-Hospital darauf, weiterhin höchste Qualität in der Gesundheitsversorgung zu bieten, auch unter den neuen Rahmenbedingungen. Besonders wichtig sei dies im Hinblick auf eine optimale Notfallversorgung im Kreis Euskirchen. Durch die Reform ist es dem Marien-Hospital künftig nicht mehr gestattet, Hüft- oder Kniegelenks-Ersatzoperationen durchzuführen.
Mechernich will den Klageweg gehen
Anders sieht es in Mechernich aus: Das Kreiskrankenhaus Mechernich ist mit der Entscheidung aus Düsseldorf überhaupt nicht einverstanden: Zwei der drei kardiologischen Bereiche soll es nicht mehr geben, sie wurden dem Krankenhaus nicht zugeteilt. Das Kreiskrankenhaus hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren stark in die Kardiologie investiert: Über drei Millionen Euro wurden in ein neues, hochmodernes Herzkatheterlabor gesteckt. Außerdem sei im letzten Jahr ein Chefarzt mit Zusatzqualifikationen eingestellt worden. Deswegen hatte das Krankenhaus angekündigt, gegen diese Entscheidung rechtlich vorzugehen, damit diese beiden Gruppen in der Kardiologie in Mechernich bleiben.