
Die Lichterzüge, die durch die Landwirte im Kreis Euskirchen nach der Corona-Zeit und der Flutkatastrophe organisiert wurden, standen aufgrund zu hoher Sicherheitsauflage in diesem Jahr auf der Kippe.
Am 3. Advent (17.12.) wird ein Lichterzug der Landwirte von Mechernich über Bad Münstereifel bis nach Euskirchen ziehen. Wie der Kreis Euskirchen am Montagabend mitteilte, hatte die Kreispolizeibehörde in einem Kooperationsgespräch den ersten Lichterzug als Versammlung genehmigt. Weitere Gespräche über Lichterzüge in Schleiden, Kall, Mechernich und Bad Münstereifel finden am Dienstagabend statt.
In der vergangenen Woche hatte der Euskirchener CDU-Landtagsabgeordnete Voussem erklärt, dass es für die Lichterzüge einen neuen Erlass der Landesregierung geben soll, wonach die Umzüge als Brauchtum eingestuft werden und demnach die hohen Auflagen im Einzelfall entfallen würden.
Wie der Kreis mitteilte, liege dieser „Phantom-Erlass“ bislang jedoch weder der Verwaltung noch der Kreispolizeibehörde vor.
Landrat Ramers zeigte sich empört über die öffentliche Diskussion, in der behauptet wurde, die Polizei und das Straßenverkehrsamt blockierten die Aktion. Er freue sich hingegen, dass auch in diesem Jahr ein Lichterzug stattfinden wird.