
Polizei-Chef und Landrat Markus Ramers hat die "strategische Fahndung" für 28 Tage angesetzt. Die Schwerpunktkontrollen sind Dienstag am Euskirchener Bahnhof gestartet - auf städtischen Gelände mit der Euskirchener Polizei und im Bahnhof mit verstärktem Einsatz der Bundespolizei, sagte Ramers auf dem Twitter-Kanal der Polizei.
"Das ist wichtig, weil wir damit das Sicherheitsgefühl der Menschen hier in Euskirchen stärkern wollen. Und natürlich auch, weil wir wissen, dass wir hier Kriminalität und Straftaten haben. Es gibt in Euskirchen ein Dunkelfeld und Menschen, bei denen es sich lohnt, verstärkt hinzuschauen und sie zu kontrollieren."
Bei einer strategischen Fahndung darf die Polizei bei bestimmten Gründen Menschen auch ohne konkreten Tatverdacht kontrollieren. Das erlaubt das NRW-Polizeigesetz seit 2018.
Fünf Festnahmen
Am ersten Einsatztag hat es fünf Festnahmen gegeben. In vier Fällen weil es offene Haftbefehle gab, einmal aufgrund von Drogenhandels. Bei der Festnahme leistete einer der Männer erheblichen Widerstand und verletzte einen Polizisten. Desweiteren gab es mehrere Anzeigen wegen Drogenbesitzes. Bei fast der Hälfte der kontrollierten Autos hat die Polizei Verkehrsverstöße festgestellt. Bei mehreren Fahrern habe zudem Verdacht auf Drogen- oder Alkoholkonsum bestanden.