
Kreis will Kommunen finanziell unter die Arme greifen
Die Coronakrise trifft auch die Stadt- und Gemeindekassen im Kreis Euskrichen. Für Corona-Schutzmaßnahmen muss mehr Geld ausgegeben werden, gleichzeitig brechen Einnahmen weg. In Mechernich gibt es jetzt erste Zahlen, hier werden zum Jahresende zwei Millionen Euro weniger in der Stadtkasse sein. Das gab Kämmerer Ralf Claßen auf der ersten Sitzung des neuen Stadtrats bekannt.
250.000 Euro haben allein Schutzmaßnahmen wie Spuckschutzwände und Desinfektionsmittel geschluckt. Bei der Gewerbesteuer werden der Stadt rund 800.000 Euro fehlen, so Claßen. Viele Firmen in Mechernich hätten in diesem Jahr nämlich niedrigere Gewinne gemacht und deswegen darum gebeten, weniger Gewerbesteuer im Voraus zahlen zu müssen.
Der Kreis Euskirchen möchte den Städten und Gemeinden finanziell helfen, deswegen senkt er die Kreisumlage, so die Verwaltung. Die müssen Kommunen an den Kreis zahlen, der Umlagesatz soll im nächsten Jahr mehr als drei Millionen Euro niedriger sein, das entspricht mehr als zwei Prozentpunkten. Laut Kreis ist das möglich, weil mehr Geld vom Bund kommt, außerdem greift die Verwaltung auf Rücklagen zurück.
Veröffentlicht: Freitag, 20.11.2020 12:34