
Damit schließt sich die Kreisverwaltung einer Forderung des Landkreistags an. Der Landkreistag vertritt die Kreise in NRW. Er will von Kanzler Scholz die Zusage, dass nicht nur die Kosten für Unterkünfte vom Bund übernommen werden, sondern dass es auch eine Pauschale für die Integration der Asylbewerber gibt. Involviert ist darin auch das Land: Der Bund stellt NRW Geld für die Flüchtlinge zur Verfügung, das dann weiter verteilt werden soll. Aus Euskirchen heißt es, dass NRW im vergangenen Jahr nur die Hälfte des Geldes ausgezahlt habe.
Die Integration von geflüchteten Menschen erfolgt überwiegend ehrenamtlich. Das funktioniert nur, wenn Kommunen die Grundbedürfnisse der Geflüchteten stillen können, heißt es aus dem Kreishaus. Nur das Geld wird langsam knapp.
Deshalb fordert der Kreis Euskirchen gemeinsam mit den anderen Kreisen in NRW, dass der Bund die Kosten für die Unterbringung vollständig übernimmt und auch Geld für die Integration bereit stellt. Zusätzlich will die Kreisverwaltung, dass NRW landesweit 70.000 Plätze in Flüchtlingsunterkünften bereit stellt. Ob die Forderungen Gehör finden, entscheidet sich nächste Woche bei einer Ministerpräsidenten-Konferenz.