
21 Kreise und 25 Städte hatten sich beworben, Modellregion zu werden. Das Projekt dahinter, hatten Bund und Länder im März beschlossen. Es habe eine hohe Anzahl mit qualitativ hochwertigen Projekten und Konzepten gegeben, sagt Pinkwart. Deswegen habe das Land beschlossen, gestaffelt mehr Projekte als Modellregion auszuwählen.
So sollen es insgesamt 14 Modellregionen in NRW geben. Darunter der Kreis Düren und die Stadt Köln. In einer zweiten Staffel ab dem 26. April wird es im Kreis Düren und Köln demnach wissenschaftlich begleitete Teilöffnungen geben.
Ziel ist es, in der Praxis herauszufinden, welche Lebensbereiche trotz Pandemie in welchem Umfang wieder geöffnet werden können. Konsequente Tests, klares Management und deutlich definierte Abbruchkriterien, seien wichtige Faktoren für die Auswahl gewesen, sagt Pinkwart weiter.
Im Gespräch mit Radio Euskirchen bedauerte Landrat Markus Ramers nicht, dass der Kreis Euskirchen keine Modellregion geworden ist.
"Das geht nur, wenn das Infektionsgeschehen mitspielt, wir liegen bei der Inzidenz noch über 100 und das ist der falsche Moment für solche Modellversuche. Wirtschaft, Gastronomie, der Einzelhandel und die Bürgerinnen und Bürger haben ein Interesse daran, dass wir die dritte Welle brechen können. Da ist jeder Einzelne gefragt und dann können wir sicherlich in einigen Wochen darüber sprechen, welche Öffnungsperspektiven der Kreis Euskirchen hat."
Der Inzidenz-Wert im Kreis Euskirchen ist heute leicht gestiegen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts liegt er bei 112,6. Um mit dem Modellprojekt starten zu können ist ein Inzidenz-Wert unter 100 nötig.