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Kall-Scheven: Löscharbeiten abgeschlossen - Handyprobleme
© Radio Euskirchen | Lanzerath
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Kall-Scheven: Löscharbeiten abgeschlossen - Handyprobleme

Die Rauchsäule war noch viele Kilometer weiter gut sichtbar: In Kall-Scheven hat es am Sonntagnachmittag auf einem Bauernhof gebrannt. Das Feuer konnte jetzt von der Feuerwehr gelöscht werden. Die Telekom beschäftigt jetzt ein kaputter Mobilfunkmast, der Opfer der Flammen wurde.

Veröffentlicht: Sonntag, 06.04.2025 15:57

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Einsatz lief bis in den Montag

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Nach dem Großbrand einer Lagerhalle in Kall-Scheven konnte der Einsatz der Feuerwehr am Montagnachmittag beendet werden. Wie Einsatzleiter Harald Heinen im Gespräch mit Radio Euskirchen sagte, gestalteten sich die Löscharbeiten schwierig und dauerten länger als geplant. Der Einsatzort war kaum zugänglich. Die Einsatzkräfte mussten sich mithilfe eines Baggers stückweise vorkämpfen, um am Montag auch die letzten Brandnester zu löschen. In der Nacht zu Montag war eine Brandwache vor Ort, die ebenfalls immer wieder Brandnester abgelöscht hat.

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Weißer Asbest war in Lagerhalle verbaut

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In der Lagerhalle war weißer Asbest verbaut, das habe eine Analyse des Landesumweltamtes (LANUK) ergeben. Als Vorsichtsmaßnahmen wird deswegen die Kleidung der Einsatzkräfte im Nachgang gereinigt. Auch die umliegenden Straßen würden mit Kehrmaschinen nass gereinigt. Die Gemeinde Kall teilte auf Social Media mit, wie sich direkte Anwohner bis etwa 200 Meter rund um die Einsatzstelle verhalten sollen: "Brandrückstände in Form kleiner Bruchstücke und Materialpartikel sollen möglichst nicht angefasst oder aufgewirbelt werden. Hierbei kann es sich um Fragmente des Daches handeln, die Asbestanteile enthalten können. Diese können in den Restmüll entsorgt werden. Bitte tragen Sie dabei Handschuhe und FFP2-Maske." heißt es. Weitere Handlungsanweisungen und Informationen für Anwohner hat die Gemeinde Kall >>auf ihrer Homepage<< veröffentlicht.

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Mobilfunkmast zerstört

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Bei dem Brand wurde ein Mobilfunkmast zerstört. Laut Heinen hat ein Statiker entschieden, dass der Mast nicht mehr stabil genug ist. Er wurde mithilfe des THW abgebaut. Wie die Telekom mitteilte, hat der Mast vor allem Scheven und auch Wallenthal versorgt. In dem Bereich sei seitdem mit einem Mobilfunknetzausfall zu rechnen, heißt es. Man arbeite mit Hochdruck an einem Provisorium. Details seien aber bisher noch unklar. 

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Kall-Scheven: Löscharbeiten abgeschlossen - Handyprobleme
© Telekom
Sehr verkokelt: Der Telekom-Mast stand fast mitten in den Flammen.
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Kall-Scheven: Löscharbeiten abgeschlossen - Handyprobleme
© THW OV Schleiden | Daniel Schwarzer
Mit einem großen Kran wurde der zerstörte Mast am Montagnachmittag geborgen.
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Löschwasserversorgung war Herausforderung für die Feuerwehr

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"Der Einsatz war eine große Herausforderung.", so Heinen. Denn im Ort Scheven ist es sehr eng und das Löschwasser reichte vor Ort nicht für den Großbrand aus. Es musste eine drei Kilometer lange Schlauchleitung vom Kaller Gewerbegebiet bis zum Brandort gelegt werden. Insgesamt waren nach Angaben des Kaller Einsatzleiters 210 Kräfte im Einsatz, aus Kall, Mechernich, Zülpich, Schleiden und Nettersheim. Auch eine zweite Dreheiter wurde angefordert.

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Schaden könnte in die Millionen gehen

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Die Halle hat laut Heinen eine Grundfläche von 1.000 Quadratmetern. Das Gebäude sei komplett abgebrannt, teilweise auch eingestürzt. In der Halle lagerten landwirtschaftliche Maschinen, darunter Mähdrescher, Traktoren, aber auch Reifen, Diesel und Gasflaschen. Die Polizei geht von einem sehr hohen Schaden aus. Die Feuerwehr konnte verhindern, dass sich die Flammen auf angrenzende Häuser ausbreiteten. Dabei sei es nicht immer klar gewesen, ob die Häuser auch wirklich geschützt werden könnten, so Heinen. Letztendlich schafften es die Einsatzkräfte.

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Wie konnte das Feuer ausbrechen?

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Unter anderem der Eigentümer des Gebäudes und ein Feuerwehrmann wurden am Sonntag leicht verletzt. Laut Polizei musste der betroffene Eigentümer durch Polizeibeamte daran gehindert werden, in das brennende Gebäude zu laufen. Er wollte mit eigenen Mitteln versuchen, das Feuer zu löschen und kam wegen einer möglichen Rauchgasvergiftung in eine Klinik. Der Feuerwehrmann erlitt laut Heinen Verbrennungen im Nacken, da ihm brennende Partikel vom Dach zwischen Helm und Feuerwehrschutz gefallen seien. Er sei aber nach der Behandlung im Krankenhaus wieder im Einsatz gewesen, so Heinen. Was den Großbrand ausgelöst hat, ist noch unklar. Die Polizei will den Einsatzort jetzt beschlagnahmen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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