
Jugendamt: Mit Kindern über Ängste sprechen
Kinder und Jugendliche sind seit fünf Wochen zu Hause. Das Jugendamt im Kreis Euskirchen bekommt davon in der anhaltenden Corona-Krise nicht viel mit.
Die Rufbereitschaft merke die Ausnahmesituation bisher nicht, sagte uns der Leiter des Jugendamtes, Erdmann Bierdel. Genervte Stimmung gebe es aber durchaus in Familien. Kinder und Jugendliche hätten kein Ventil, weil die Treffen mit Freunden wegfallen. Dazu kämen mögliche Sorgen innerhalb der Familie, sagt Bierdel:
"Ich denke, das Corona-Thema irritiert hier alle - die Erwachsenen genauso wie die Kinder. Und es löst auch oft Ängste aus, die oft auch berechtigt sind. In diesen Zeiten ist es wichtig, dass man mit seinen Kindern über diese und deren Ängste auch sprechen kann, damit man überhaupt lernt, damit umzugehen."
Das Jugendamt gibt Tipps, wie es Familien ohne Zoff aushalten können. Es sollte eine Struktur im Alltag geben mit verteilten Aufgaben. Außerdem sei es wichtig, dass die Familien über Probleme offen sprechen könnten.
Veröffentlicht: Donnerstag, 16.04.2020 09:34
Anzeige