
Insolvenzverwalter sieht Zukunft für Eifelhöhen-Klinik
Die Eifelhöhen-Klinik in Nettersheim-Marmagen soll weitergeführt werden. Die Mitarbeiter der Eifelhöhen-Klinik bekommen ihr Gehalt erst mal weiter ausgezahlt.
Das bestätigte uns der Insolvenzverwalter der Eifelhöhen-Klinik Mark Boddenberg bei einer Betriebsversammlung am Dienstag. Das Arbeitsamt zahlt die Löhne für die nächsten drei Monate als so genanntes Insolvenzgeld.
Ziel ist es laut Boddenberg die Reha-Klinik zu erhalten und weiter zu führen. Zukünftig soll mehr Personal eingestellt werden und die Hygieneprobleme werden mit einem Experten der Uni-Klinik Bonn angegangen. Laut Boddenberg sind die Mitarbeiter mit diesem Lösungsansatz erst mal zufrieden. Die Motivation seit trotz der erheblichen Krise groß.
Allerdings wollten die Mitarbeiter sich uns gegenüber nicht äußern. Per Mail wurde ihnen von einer Medienagentur verboten mit der Presse zu sprechen.
Es werde nach Lösungen gesucht, den Betrieb der Eifel-Höhenklinik kurzfristig wieder aufzunehmen, so Boddenberg weiter. Das wäre auch ein wichtiges Signal an die 300 Beschäftigten, so der Insolvenzverwalter.
In der vergangenen Woche hatte die Bezirksregierung Köln die vorläufige Schließung der Klinik angeordnet – wegen massiver Hygienemängel. Dabei ging es unter anderem um verschmutzte Trinkwasserbehälter und ungenügende Schutzmaßnahmen gegen multiresistente Keime.
Veröffentlicht: Dienstag, 05.11.2019 15:43