
Immer wieder gibt es Granatenfunde in der Zuckerfabrik
Nach zwei Granatenfunden in diesem Monat in der Euskirchener Zuckerfabrik bleibt Betreiber Pfeifer & Langen gelassen. Denn jedes Jahr gäbe es einzelne Kampfmittelfunde, sagt eine Unternehmenssprecherin auf Radio Euskirchen Nachfrage.
Veröffentlicht: Sonntag, 10.12.2023 18:55
Es ist erst eine Woche her, dass bei der Zuckerfabrik in Euskirchen eine Granate unter den angelieferten Rüben gefunden wurde. Jetzt hat sich das wiederholt. Am Sonntag (10.12.) wurde dort schon wieder eine Granate gefunden. Es komme immer wieder vor, dass Kampfmittel durch die Rübenernte in der Zuckerfabrik landen, teilte das Unternehmen mit. Das liege an den starken Kampfhandlungen während des Zweiten Weltkrieges in unserer Region. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien sensibilisiert und wüssten, was zu tun ist. Weil das bisher immer geklappt habe, hält Pfeifer & Langen nach den zwei Granaten-Funden diesen Monat keine weiteren Sicherheitsvorkehrungen für notwendig. Unklar bleibe allerdings, wo die Granaten herkamen. Weil die gelieferten Rüben mit anderen vermischt werden, sei eine Zuordnung zu einzelnen Feldern nicht möglich. Deshalb wisse auch niemand, ob beide Granaten dieses und vorheriges Wochenende vom selben Feld stammen.
Wie die Polizei uns mitteilte, wurde sie gegen 15 Uhr am Sonntag (10.12.) alarmiert, weil bei der Sortierung der Zuckerrüben in der Fabrik wieder eine Granate gefunden wurde. Deshalb wurde der Kampfmittelräumdienst verständigt. Der hat dann einen Evakuierungsradius von 100 Metern festgelegt – der lag aber auf dem Grundstück der Fabrik, deshalb mussten nur Mitarbeiter den Radius verlassen. Anschließend wurde die Granate dann kontrolliert gesprengt. Nach rund zweieinhalb Stunden war der Einsatz dann auch schon wieder beendet.