
Hochwasser fließt in Zülpicher See
Am Zülpicher See baut der Erftverband seit Mittwoch (18.12.) ein künstliches Bachbett, das die Anlieger des Vlattener Bachs und des Rotbachs vor Überflutungen schützen soll. Bei Hochwasser im Vlattener Bach wird künftig über eine Schwelle Wasser in das neue künstliche Bachbett abgeleitet und fließt dann in den Zülpicher See.
Veröffentlicht: Donnerstag, 19.12.2024 05:43
Seepegel steigt höchstens einen Meter
So kann das Wasser des Vlattener Bachs nicht mehr den Rotbach fluten, wie es beim Hochwasser von drei Jahren passiert ist. Das künstliche Bachbett zwischen Vlattener Bach und Wassersportsee wird rund 140 Meter lang. Bei normalem Wasserstand liegt das künstliche Bachbett trocken, nur im extremen Hochwasserfall wird es geflutet. Selbst bei einem Zulauf von 800.000 Kubikmetern Wasser steigt der Pegel des Sees nur um einen Meter.
"Damit gehört der Zülpicher See zu den größten Rückhalte-Puffern in der Region", sagte Zülpichs Bürgermeister Ulf Hürtgen.
Die Maßnahme sei ein Projekt der interkommunalen Zusammenarbeit beim Hochwasserschutz, über Gemeinde- und Kreisgrenzen hinaus. Denn auch auf den Wasserpegel der nachfolgenden Erft habe das Projekt Einfluss, und damit auch auf den Nachbarkreis.
Die Baumaßnahme beginnt in diesen Tagen mit der Verlegung von Kanal- und Trinkwasserleitungen und soll Ende 2025 abgeschlossen sein.
