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Ein Arzt misst in einer Bereitschaftspraxis in einem Krankenhaus in einem Untersuchungsraum bei einer Patientin den Blutdruck (gestellte Szene). Im Vordergrund liegt ein Stethoskop. (zu dpa: «Bürgermeister laufen Sturm gegen Pläne zu Notfallpraxen»)
© picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod
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Hausarztsuche im Kreis Euskirchen gestaltet sich schwieriger

Einen Hausarzt zu finden, wird im Kreis Euskirchen offenbar immer schwieriger. Der neue Gesundheitsreport der AOK Rheinland/Hamburg zeigt dies deutlich.

Veröffentlicht: Freitag, 26.06.2026 11:55

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Im Versorgungsbereich Euskirchen liegt der Hausarzt-Versorgungsgrad nur noch bei knapp 90 Prozent und damit bereits im Bereich einer drohenden Unterversorgung, denn die rechnerische Idealbesetzung liegt bei 100 Prozent. Alles darüber hinaus zeigt eine Überversorgung an. Wie zum Beispiel im Bereich Schleiden. Dort liegt der Wert bei gut 112 Prozent. Gleichzeitig müssen viele Menschen im Kreis längere Wege zum Arzt in Kauf nehmen. Mehr als jeder vierte Hausarztbesuch ist mit einer Fahrzeit von über 15 Minuten verbunden – das ist einer der höchsten Werte im gesamten Rheinland.


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Lange Wege zu Kinderärzten

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Mit mehr als 30 Prozent der Behandlungen, bei denen die Familien mehr als 20 Minuten Fahrzeit zum Kinderarzt auf sich nehmen mussten, liegt der Kreis an der Spitze im Rheinland. Gleichzeitig findet rund jede vierte Behandlung von Kindern und Jugendlichen im Kreis gar nicht beim Kinderarzt, sondern beim Hausarzt statt. Der Report zeigt jedoch auch, dass wichtige Vorsorgeuntersuchungen längst nicht von allen genutzt werden. So nehmen im Kreis Euskirchen beispielsweise nur gut 20 Prozent der Kinder die U10 im Grundschulalter wahr, wodurch der Kreis deutlich unter dem Durchschnitt liegt. 

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