
Grundsteuer im Kreis Euskirchen deutlich gestiegen
Wohnen wird teurer – das ist im Kreis Euskirchen nicht anders. Weil mehrere Kommunen die Grundsteuer in diesem Jahr angehoben haben, müssen Eigentümer und Mieter mehr bezahlen. Der Bund der Steuerzahler NRW hat die Hebesätze aller nordrhein-westfälischen Kommunen verglichen. Das Ergebnis ist eindeutig.
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Landesweit hat mehr als jede dritte Kommune ihre Grundsteuer-Hebesätze erhöht, im Kreis Euskirchen war es etwa die Hälfte. Runter ging es hier bei uns nirgendwo. Der NRW-Durchschnitt liegt bei 764 Punkten und damit niedriger als im Kreis Euskirchen. Der Kreisdurchschnitt lag bei 791 Punkten.
So sieht es bei uns im Kreis Euskirchen aus:
In Mechernich war der Anstieg mit einem Drittel am stärksten. Auch Nettersheim und Bad Münstereifel haben die Hebesätze erhöht. Deutlich weniger Abgaben müssen Eigentümer für Haus und Grundstück in Dahlem zahlen. Am höchsten ist der sogenannte Hebesatz in Schleiden.
Kritik an Bund und Länder
Die Grundsteuern sind für die Rathäuser eine der wenigen Möglichkeiten, selbst Steuern einzunehmen. In immer mehr Kassen wird das Geld knapp. Der Bund der Steuerzahler NRW warnt, dass die Belastungsgrenze vielerorts bereits überschritten sei, und rechnet in den kommenden Jahren mit weiteren Erhöhungen. Der Verband fordert die Kommunen auf, Einsparpotenziale zu nutzen und auf weitere Anhebungen zu verzichten. Steuererhöhungen dürften keine Dauerlösung für strukturelle Finanzprobleme sein. Allerdings braucht es hierfür vor allem mehr Unterstützung von Bund und Land. Der Steuerzahlerbund fordert deshalb Bund und Länder auf, den Städten und Gemeinden genügend Geld für ihre Aufgaben zur Verfügung zu stellen.