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Glyphosat seltener im Einsatz
© Daniel Dähling
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Glyphosat seltener im Einsatz

In der Landwirtschaft nutzen auch die Landwirte aus dem Kreis Euskirchen weiter den Unkrautvernichter Glyphosat. Sie setzen Glyphosat dieses und vergangenes Jahr aber weniger ein, teilt die Kreisbauernschaft auf Radio Euskirchen Nachfrage mit. Wegen der Trockenheit sei der Unkrautvernichter auf den Felder seltener nötig.

Das Mittel ist von einer Unterbehörde der Weltgesundheitsorganisation eingestuft als „wahrscheinlich krebserregend“. Deshalb setzen sich einige Städte in der Region mittlerweile sogar dagegen ein. Entsprechende Vorgaben gibt es zum Beispiel für Pachtflächen in Aachen oder Köln. Sie wollen neue Grundstücke lieber an Bauern verpachten, die den Unkrautvernichter nicht verwenden. In Deutschland ist der Unkrautvernichter noch mehrere Jahre zugelassen.

Ganz auf Glyphosat verzichten können oder wollen die Landwirte im Kreis Euskirchen aber nicht. An Hanglagen in Mechernich und Bad Münstereifel zum Beispiel setzen die Landwirte gerne den Unkrauftvernichter ein. Hier können sie nicht gut pflügen, da sonst der Boden bei Regen abrutscht. Generell gebe es im Kreis Euskirchen keinen systematischen Glyphosat-Einsatz sondern einen bewussten und verantwortungsvollen, sagt der Bauernsprecher. Da in der Trockenheit aber wenig Unkraut wächst, sei Glyphosat aktuell nur selten im Einsatz.

Veröffentlicht: Mittwoch, 24.07.2019 04:22

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