
Fluthilfe-Betrug im Kreis Euskirchen: 120 Verfahren
Im Kreis Euskirchen sind dreieinhalb Jahre nach der verheerenden Flutkatastrophe immer noch Betrüger aktiv, die versuchen, von den Hilfsmaßnahmen zu profitieren. Die Kreispolizei ermittelt in zahlreichen Fällen von Fluthilfe-Betrug.
Veröffentlicht: Montag, 30.12.2024 05:25
Betrüger versuchen, Fluhilfe zu ergaunern
Im Kreis Euskirchen laufen derzeit etwa 120 Ermittlungsverfahren wegen Fluthilfe-Betrugs. Die Kreispolizei hat ein Update zu den laufenden Ermittlungen gegeben. Seit der Flutkatastrophe vor dreieinhalb Jahren versuchen Betrüger, von den Hilfsmaßnahmen zu profitieren. Die Ermittlungen begannen bereits mit den ersten Wiederaufbau-Anträgen des Landes und den Soforthilfen der Kommunen.
Ramers: "Unbürokratische Hilfe hat es Betrügern leicht gemacht."
Die Betrugsfälle umfassen unter anderem zu hoch angesetzte Schadenssummen und angeblich betroffene Gebäude, die nicht im Flutgebiet liegen. Die Beträge, die so ergaunert werden sollen, reichen von einigen Tausend bis zu mehreren Hunderttausend Euro. Landrat Markus Ramers betont, dass die unbürokratische Hilfe für die Betroffenen notwendig war, um schnell finanzielle Unterstützung zu leisten. "Das war gut, hat es aber leider auch einigen Betrügern leicht gemacht." Die Polizeibeamten seien sehr engagiert dabei, den Übeltätern auf die Schliche zu kommen. Es gab bereits erste Gerichtsurteile im Zusammenhang mit Flutbetrug.
Flutbetroffene ermuntert der Landrat, noch einen Antrag auf Hilfe zu stellen, sofern noch nicht geschehen. Diese Anträge können noch bis Mitte 2026 eingereicht werden.