
+++ Update: 07. September - 18:15 Uhr +++
Bei den Sabotage-Angriffen auf das Stromnetz gibt es eine neue Entwicklung in unserer Region. Im Umfeld des Kraftwerks Weisweiler hat die Polizei mehrere Abschussvorrichtungen nahe einer Hochspannungsleitung entdeckt. Das Gebiet ist weiträumig abgesperrt, die A4 zwischen Eschweiler-Ost und Langerwehe ist deshalb aktuell in beiden Richtungen gesperrt. Zuvor hatte die Polizei Hinweise auf eine verdächtige Person in dem Bereich bekommen. Ob es sich dabei um den seit Tagen gesuchten 48-Jährigen aus Gevelsberg handelt, ist noch offen.
Parallel läuft auch zwischen Remscheid und Wuppertal eine größere Fahndung. Eine 60-köpfige Ermittlungsgruppe prüft inzwischen mögliche weitere Tatorte im ganzen Bundesgebiet. Im benachbarten Rhein-Erft-Kreis waren nach einer Attacke in Bergheim mehrere Kraftwerksblöcke ausgefallen. Auch in Sachsen wurden weitere selbstgebaute Abschussvorrichtungen gefunden und entschärft. Die Polizei bittet Zeugen rund um Weisweiler dringend um Hinweise zu verdächtigen Personen, Fahrzeugen oder Fahrradfahrern.
+++ Update: 07. September - 15:30 Uhr +++
Aktuell läuft ein größerer Polizeieinsatz zwischen Remscheid und Wuppertal. An einem Umspannwerk in Remscheid wurde eine verdächtige Person mit Rucksack gesehen. Ob es sich dabei um den gesuchten 48-Jährigen aus Gevelsberg handelt, ist noch unklar. Auch ein Polizeihubschrauber ist im Einsatz.
Die Polizei sucht weiter mit großem Aufwand nach einem 48-Jährigen, der hinter mehreren Sabotage-Angriffen auf die Stromversorgung stecken soll. Auch ein Großeinsatz am Sonntag im Hambacher Forst brachte keine Hinweise auf den Gesuchten.
Polizei fahndet auch nach Fahrrad
Die Ermittler hatten bereits am Samstag Fotos des Mannes aus Gevelsberg veröffentlicht. Inzwischen sucht die Polizei außerdem nach einem Fahrrad, das der Verdächtige möglicherweise benutzt hat. In seiner Wohnung war zuvor Sprengstoff gefunden worden. Am Tagebau Hambach in Niederzier hatte ein Spezialeinsatzkommando außerdem einen offenbar zum Wohnmobil umgebauten Lastwagen durchsucht. Der 48-Jährige war dort nicht.
Ermittlungen nach mehreren Angriffen
Hintergrund sind Sabotage-Angriffe auf das Stromnetz in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen. Bei mehreren Medien gingen dazu Bekennerschreiben ein. Nach Angaben von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt enthalten sie Informationen, die auf Täterwissen schließen lassen. Die Fahndung nach dem Verdächtigen läuft weiter.