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Euskirchener Opfernetzwerk bewirbt sein Angebot
© Radio Euskirchen
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Euskirchener Opfernetzwerk bewirbt sein Angebot

Mit einem Kinospot will das Opfernetzwerk Euskirchen die Anonyme Spurensicherung bekannter machen. Der Spot ist ab sofort vor den Filmen im Kino zu sehen.

Bei der "anonymen Spurensicherung" haben Opfer sexueller Gewalt die Möglichkeit, dem Gericht auch nach Jahren noch Beweis-Spuren vorzulegen. Denn etwa DNA des Täters oder Fotos von Verletzungen werden anonym gespeichert. Das geht im Marienhospital in Euskirchen und im Kreiskrankenhaus in Mechernich. 

Anke Sefrin ist Anwältin und vom Opfernetzwerk Euskirchen, sie will Gewaltopfer bestärken, gegen die Täter vorzugehen:

Ich glaube, dass nach einer gewissen Bedenkzeit sich sehr viele dazu entschließen, Anzeige zu erstatten. Ich weiß aus meiner eigenen Beratungspraxis, es ist erst einmal eine große Scheu gegeben, überhaupt etwas zu unternehmen. Es gibt in der Bevölkerung immer noch die Einstellung, eine Anzeige habe eh keine Chance. Wir wollen die Chancen vergrößern und das macht den Menschen Mut.

Im vergangenen Jahr hatte Dr. Tatjana Klug, die stellvertretende Chefärztin der Gynäkologe in Mechernich, drei Fälle der Anonymen Spurensicherung. 

Dabei sei der Name dem Krankenhaus schon bekannt, alles Weitere wird anonymisiert, sagt Klug: "Am Ende werden die Spuren nur mit einem Chiffre abgeschickt." Die Spuren gehen an die Rechtsmedizin in Bonn. Dort werden sie zehn Jahre lang gespeichert. Erfolgt bis dahin keine Anzeige, werden sie vernichtet.

Veröffentlicht: Mittwoch, 05.02.2020 05:39

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