
Am frühen Freitagmorgen, gegen 4:45 Uhr, wurde ein Zeuge auf das Auto aufmerksam, weil es so einen Lärm verursachte. Warum, war schnell klar: Am Auto fehlte vorne links der Reifen, anstelle von Gummi war dort nur noch eine stark demolierte Felge zu sehen. Und die grub sich beim Fahren in den Asphalt, berichtet die Kreispolizei Euskirchen. Der Frontstoßfänger sowie der Kühlergrill waren schwer beschädigt, der rechte Scheinwerfer fehlte vollständig. Kratzer und Lackschäden zogen sich über beide Türen, berichtet die Polizei.
Am Steuer saß eine Frau, die den demolierten Wagen in Gemünd auf dem Marienplatz abstellte. Der Zeuge rief die Polizei. Die Frau musste mit auf die Wache nach Schleiden, sie war betrunken.
Die Fahrt hatte eine lange Vorgeschichte
Auf der Wache kam dann der Hintergrund für die laute Fahrt ans Licht: Auf Nachfrage gab die Frau an, bereits am Vorabend in Rheinland-Pfalz Alkohol gekauft und während der Fahrt getrunken zu haben. Dann sei sie von der Straße abgekommen, gegen einen Zaun geprallt und habe sich im Straßengraben festgefahren.
Statt Hilfe zu rufen, ging sie zu Fuß nach Hause und ließ sich dort von einem aus ihrer Familie ein zweites Auto geben, mit dem sie anschließend in
Richtung Gemünd fuhr. Auf dem Weg habe sie versucht, ihren Unfallwagen selber abzuschleppen. Das klappte nicht, auch das zweite Auto wurde komplett demoliert. Damit sei sie weitergefahren und am Ende auf dem Marienplatz in Gemünd gelandet.
Soweit die Geschichte der Frau, die Polizei überprüft jetzt, ob sich die Unfallspuren mit ihrer Geschichte decken. Auch sei noch nicht klar, wo genau ihr der Unfall passiert ist.