
Ermittlungen nach verlorenem USB-Stick vorm Ende
Kleiner Stick mit großen Folgen: Vor zwei Jahren hatte ein Mitarbeiter des Euskirchener Gefängnis einen USB-Stick mit sensiblen Daten verloren, ein Häftling fand ihn und nahm ihn mit. Jetzt stehen die Ermittlungen in dem Fall kurz vor dem Ende.
Die Bonner Staatsanwaltschaft sagte auf Radio Euskirchen-Nachfrage, sie habe das Verfahren gegen den ehemaligen Mitarbeiter gegen eine Geldauflage eingestellt. Auf dem Stick hatten sich Daten von rund 80 JVA-Mitarbeitern befunden. Die Sorge war groß, dass jemand diese Daten zum Nachteil der Mitarbeiter hätte nutzen können. Das sei nach bisherigen Ermittlungen aber nicht passiert.
Der Häftling habe den Stick einem anderen Häftling gegeben haben. Der habe Filme auf den Stick gespielt und ihn später ebenfalls verloren. Die Ermittler gehen nicht davon aus, dass Beschäftigte in Gefahr geraten sind, da keine bösen Absichten im Spiel gewesen seien.
Veröffentlicht: Mittwoch, 27.05.2020 11:22