
Die Lage damals auf der Roitzheimer Straße war unübersichtlich. 20 Tathandlungen und 40 Beteiligte umfasste die Akte in Bonn. Im Fokus stand ein 19-Jähriger, weil er versucht haben soll, einen anderen Mann mit einem Messer zu verletzen. Die Polizei hatte wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt.
Weil die Beteiligten zum Teil gegenseitig aufeinander losgegangen sind, seien Opfer teils auch mögliche Täter gewesen, sagt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Beteiligten hätten in den Vernehmungen widersprüchliche Angaben gemacht und zum Teil auch vom Recht zu schweigen Gebrauch gemacht. Deshalb habe der zuständige Staatsanwalt die Verfahren wegen gegenseitiger Körperverletzung und versuchten Totschlags eingestellt – mangels hinreichenden Tatverdachts.
Auslöser war offenbar ein Zwischenfall an Silvester als eine Gruppe eine andere mit Böllern beschossen haben soll - so hieß es damals. Beide Seiten hätten sich danach für Neujahr verabredet, "um die Angelegenheit zu klären".