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Ermittlungen nach tödlichem Zugunglück
© Simon Lanzerath
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Ermittlungen nach tödlichem Zugunglück

Im Fall des tödlichen Zugunfalls in Hürth ermittelt die Staatsanwaltschaft jetzt gegen zwei Arbeiter. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, handelt es sich bei einem der Beschuldigten um einen Bauüberwacher, der andere Beschuldigte war als Sicherungsposten auf der Baustelle unterwegs. Bei dem Unglück hatte ein IC vor einer Woche zwei Bauarbeiter im Gleisbett erfasst. Sie waren sofort tot.

Veröffentlicht: Freitag, 12.05.2023 09:58

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Die Ermittlungen konzentrieren sich demnach auf die Kommunikationskette zwischen den verschiedenen Beschäftigten an dem Tag. Die ist nämlich relativ kompliziert. Wenn auf einer Bahnstrecke gebaut wird, muss diese erst gesperrt werden. Wer eine Sperrung der Gleise beantragt und wer dann letztendlich dann wiederum den Bauarbeitern mitteilt, dass sie auf die Gleise dürfen, ist nämlich genau geregelt. Trotzdem waren die Arbeiter wohl ohne Freigabe im Gleisbett unterwegs. Anscheinend haben sie geglaubt, die Strecke wäre bereits gesperrt. Die Beschuldigten waren Teil der komplizierten Kommunikationswege. Was genau dabei schiefgelaufen ist, konnte aber nicht genannt werden. Es werde geprüft, ob gegen die Sorgfaltspflicht verstoßen wurde.

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