
Für den Umbau der Erft im Rheinischen Revier bleibt deutlich weniger Zeit als ursprünglich geplant. Das Großprojekt zwischen Bergheim und Neuss sollte eigentlich bis 2045 laufen. Wegen des vorgezogenen Kohleausstiegs muss ein großer Teil der Arbeiten nun schon bis 2030 umgesetzt werden.
Weniger Wasser in der Erft
Auf rund 40 Kilometern soll die Erft naturnäher gestaltet und gleichzeitig der Hochwasserschutz verbessert werden. Ab 2030 wird kein Sümpfungswasser mehr aus dem Tagebau Hambach in den Fluss geleitet. Dadurch wird die Erft deutlich weniger Wasser führen. Das heutige ausgebaute Flussbett ist dafür nicht ausgelegt.
Mehrere Probleme bremsen die Planung
Nach Angaben des Erftverbands erschweren unter anderem fehlende Flächen, die Finanzierung und historische Staurechte den Umbau. Wenn diese Fragen nicht rechtzeitig geklärt werden, könnten wichtige Teile des Projekts bis 2030 nicht fertig werden.