
Nach bisherigen Berechnungen könnte eine Reaktivierung der Bahn 75 bis 160 Millionen Euro kosten. Jetzt soll errechnet werden, inwiefern die Reaktivierung der Oleftalbahn auch wirtschaftlich tragbar wäre. Die Stadt Schleiden hat selber nichts damit zu tun. Das Ganze läuft nämlich über die Bahn, der die Strecke gehört. Die Stadt drängt aber auf eine schnelle Entscheidung in Sachen Oleftalbahn, sagte Bürgermeister Pfennings im Radio Euskirchen Gespräch. Sollte die Strecke nicht reaktiviert werden, könnte sie an die Stadt fallen. Einen eventuellen Umbau der Bahnstrecke zu einer Fahrradroute könnte für die Stadt sehr teuer werden, befürchtet Pfennings.
Fahrradtrasse statt Bahnstrecke?
Eine solche Alternativnutzung wünschen sich die Gemeinden Hellenthal und Kall. Die Gemeinde Hellenthal will sich in der nächsten Ratssitzung (05.11.) gegen eine Reaktivierung der Oleftalbahn aussprechen. Die Verwaltung hat einen entsprechenden Beschlussvorschlag eingereicht. Eine Reaktivierung der Oleftalbahn würde die Qualität des ÖPNV Angebots zwischen Hellenthal und Kall nicht verbessern, heißt es. Mit der Buslinie 81 würde bereits eine gute Verbindung im Schleidener Tal bestehen. In Kall hat sich der Rat bereits im September gegen eine Reaktivierung der Oleftalbahn ausgesprochen. In Schleiden, wo der Großteil der Bahnstrecke verläuft, wurde die Reaktivierung im Stadtrat nie behandelt. Da die Strecke der Bahn gehört, müsse diese erstmal eine Entscheidung fällen, so Bürgermeister Ingo Pfennings.
Reaktivierung der Oleftalbahn seit Jahrzehnten Thema
Die Bahnstrecke führt von Kall durch Schleiden nach Hellenthal. Der Personenverkehr auf der Strecke wurde schon 1981 eingestellt. Zwischenzeitlich wurde sie gelegentlich für den Güterverkehr oder für touristische Fahrten der "Flitsch" genutzt. Durch die Flutkatastrophe wurden weite Teile der Strecke zerstört oder beschädigt. Seit Jahrzehnten gibt es Forderungen nach einer Reaktivierung.

