
Der 37-jährige Angeklagte hat sein Opfer demnach mit 20 Messerstichen in Hals und Rücken getötet. Die Kammer hielt es aufgrund der Aussagen des Angeklagten für wahrscheinlich, dass es zuvor zu einem Streit zwischen den beiden Männern gekommen ist. Deshalb verurteilte das Gericht den Mann nicht wegen Mordes aus Habgier sondern wegen Totschlags und Unterschlagung.
Anlass waren kriminelle Geschäfte der beiden. Sie wollten sich nach Angaben eines Gerichtssprechers mit 17.100 Euro Falschgeld in fast zehnfacher Höhe beschaffen. Der Streit bei dem Treffen Ende März 2021 auf einem Feldweg bei Kall-Wallenthal sei dann eskaliert. Im Zuge des Streits soll erst das spätere Opfer zu dem Brotmesser aus dem Auto gegriffen haben. Das habe der Angeklagte ihm dann aber abgenommen und mehrfach zugestochen.
Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig. Die Verteidigung hatte sieben Jahre Haft gefordert.