
Weil sie dabei auch den Strom lahmgelegt haben, sind sie sehr schnell aufgefallen, nur zwei Stunden nach der Tat saßen die vier Verdächtigen im Polizeiauto. Wie uns die Polizei in Euskirchen mitgeteilt hat, wurde nachts am Wochenende die Eingangstür des Rathauses in Zingsheim aufgebrochen und dann die Hauptsicherung der Stromleitung gekappt. Das hat bei einem Mitarbeiter einen Handyalarm ausgelöst. Der habe im Rathaus drei maskierte Einbrecher entdeckt.
Kuriose Flucht durch das Rathaus
Die Männer wollten die Flucht ergreifen, sind aber an einer abgeschlossenen Tür gescheitert. Daraufhin seien sie durch das Rathaus geirrt, bis sie schließlich die Eingangstür wiedergefunden hätten. Der Rathaus-Mitarbeiter konnte das Kennzeichen des Fluchtfahrzeugs notieren. Die Polizei hat das verdächtige Auto in Marmagen auf der Landstraße entdeckt und gestoppt.
Im Auto noch mehr entdeckt
Im Fahrzeug befanden sich vier Personen - alle aus Köln - zwei 21-Jährige, ein 39-Jähriger und eine 15 Jahre alte Jugendliche. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs fanden die Beamten diverses Einbruchswerkzeug sowie mutmaßliches Diebesgut (Schlüssel, Tablet). Der 39-jährige Fahrer konnte keinen Führerschein vorweisen. Bei einem der 21-Jährigen wurde außerdem ein Messer gefunden. Die Polizei stellte das Messer sicher, das Auto wurde beschlagnahmt. Die Tatverdächtigen wurden vorläufig festgenommen.
Alle vier seien wegen ähnlicher Delikte bereits polizeibekannt, sagt ein Sprecher der Euskirchener Polizei. Weil Fluchtgefahr bestehe, habe ein Richter für den 39-Jährigen Untersuchungshaft angeordnet.