
Mitte Oktober hatte das Bistum Aachen die Namen von 53 Tätern und mutmaßlichen Tätern von Missbrauch in der Kirche veröffentlicht. Auch den früheren Pfarrer Johannes Berens aus Kall-Sistig führt das Bistum als Verdachtsfall. Nach ihm ist in Sistig auch eine Straße benannt.
In der Gemeindeverwaltung und Politik steht jetzt die Frage im Raum, ob die Straße einen anderen Namen bekommen soll. Im Gemeinderat hat der zuständige Generalvikar Stellung bezogen. Auch der Ortsvorsteher aus Sistig hat sich geäußert. Es gebe bisher keine Stimmung im Ort, die Straße umzubenennen, sagte uns Kalls Bürgermeister. Er sagte, wie auch immer die Entscheidung ausfallen wird, wir werden sie begründen, aber nicht den Verdachtsfall im Bistum an sich.
Spätestens Ende März 2024 soll der Gemeinderat darüber abstimmen, ob die Pfarrer-Berens-Straße in Sistig einen neuen Namen erhalten soll. Berens war bis in die 1960er in Sistig tätig und ist vor über 50 Jahren verstorben.