
Doch weniger Gülle im Kreis Euskirchen
Die Gülleimporte in den Kreis Euskirchen sorgen für Diskussionen. Nach einer Auskunft der Landesregierung sollen sich die Gülleimporte hier bei uns verdreizehnfacht haben, hieß es von der Kreis-SPD vor einigen Tagen. Jetzt hat die NRW-Landwirtschaftskammer die Zahlen eingeordnet und sagt, es seien deutlich weniger niederländische Gülletransporter, die im Kreis Euskirchen bleiben.
Deshalb stellt die Landesregierung auf Radio Euskirchen Nachfrage jetzt eine Sache klar: Die Importe in den Kreis Euskirchen berücksichtigen nicht, welche Mengen an Gülle letztendlich hier bei uns im Kreis bleiben. Die Zunahme ergebe sich daraus, dass ein Zwischenhändler hier im Kreis die Gülle-Mengen von einer anderen Import-Firma übernommen hat. Was dabei zunächst aber unklar war: Die Mengen sind zum großen Teil gar nicht hier geblieben. Sie sind in anderen Regionen in NRW und Rheinland-Pfalz angekommen.
Statt der gut 67.000 Tonnen Gülle, die den Politikern im Kreis Sorgen bereitet haben, sind nach Aussagen der Landesregierung also nur etwa 29.000 Tonnen hier bei uns geblieben. Rund die Hälfte weniger als noch ein Jahr zuvor, sagt die NRW-Landwirtschaftskammer.
Veröffentlicht: Donnerstag, 08.08.2019 05:22