
Demnach wird es bis zum Jahr 2030 fast 17 Prozent mehr Menschen im Rentenalter geben. Nämlich fast jeder Viertel, der hier bei uns lebt. Diese Berechnung haben die Landesstatistiker erstellt. Sie prognostizieren für den Kreis Euskirchen einen der höchsten Anstiege in NRW. Nur im Westmünsterland, Paderborn und im Kreis Heinsberg wird der Rentner-Anstieg noch größer sein. Die Großstädten von NRW bleiben auch in den nächsten Jahren deutlich jünger. Köln und Düsseldorf werden den geringsten Rentner-Zuwachs in ganz NRW bekommen.
Studie: Es braucht mehr Pflegeangebote
Der steigende Altersdurchschnitt erfordert ein gut ausgebautes Netz an Pflege- und Unterstützungsleistungen. Der Kreistag habe im März eine neue Pflegeplanung beschlossen, sagte ein Sprecher der Kreisverwaltung.
Um den Pflegebedarf in einigen Jahren decken zu können, brauche es über 1300 weitere Mtarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sollte der Standard höher werden, brauche es noch mehr zusätzliche Kräfte. Experten des Instituts für Sozialforschung in Köln empfehlen hier im Kreis Euskirchen mehr ambulante Angebote. Städte und Gemeinden sollten mehr barrierefreie Wohnungen schaffen und Pflegeangebote fördern. Auch gebe es nicht genügend Kurzzeitpflege-Plätze und betreute Wohngemeinschaften für Ältere. Die Angebote seien im Kreis Euskirchen zudem nicht gleichmäßig verteilt.