
Vor zwei Wochen hatten die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Kreis Euskirchen ihrer schlechten Laune Luft gemacht. Sie hatten in einer Pressekonferenz und einem gemeinsamen Brief an die Kreistagsmitglieder gegen die stark gestiegene Kreisumlage protestiert.
Jetzt hat die CDU-Kreistagsfraktion mitgeteilt: sie hat Einsparvorschläge erarbeitet. Damit will sie die Kommunen spürbar entlasten. Bei der CDU geht es um 9,8 Millionen Euro, die nach ihren Vorschlägen einspart werden könnten. Unter anderem soll Geld bei den Personalkosten der Kreisverwaltung gespart und die Rücklage angezapft werden.
SPD will Rücklage anzapfen
Auch die SPD im Kreis Euskirchen macht Vorschläge, wie sie die finanzielle Lage der Kreisverwaltung und der Kommunen etwas entspannen möchte. Sparen will die SPD nicht, sondern zwei Millionen Euro aus der Rücklage nehmen. Das soll die Kreisumlage etwas entlasten.
Wie auch Landrat Ramers fordert die SPD-Kreistagsfraktion das Land auf, mit mehr Geld zu unterstützen. Es könne nicht sein, dass den Städten und Gemeinden immer neue Aufgaben übertragen werden, aber eine angemessene finanzielle Ausstattung ausbleibt. Die SPD fordert eine grundlegende Reform der Finanzen in den Städten und Gemeinden durch das Land.
Entscheidung über Kreishaushalt im April
Der Kreishaushalt soll Anfang April 2025 verabschiedet werden. Die CDU hofft auf Unterstützung von FDP und UWV, die Anfang März 2025 über die Vorschläge beraten. Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister fordern eine Einsparung von 15 Millionen Euro.
Der Kreis Euskirchen plant derzeit, die Kreisumlage um 31 Millionen Euro zu erhöhen, hat aber auch bereits Sparvorschläge erarbeitet. Das Geld wird unter anderem zur Finanzierung des Jugendamts benötigt.