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Bürgerinitiative verklagt Landrat wegen Windpark-Plänen
© Daniel Dähling
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Bürgerinitiative verklagt Landrat wegen Windpark-Plänen

Der Streit um einen geplanten Windpark in Mechernich-Glehn spitzt sich zu und beschäftigt jetzt sogar die Staatsanwaltschaft. Eine Bürgerinitiative hat Strafanzeige gegen Landrat Markus Ramers erstattet.

Veröffentlicht: Donnerstag, 09.07.2026 13:36

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Die Auseinandersetzung um den Ausbau der Windenergie in Mechernich-Glehn hat eine neue rechtliche Ebene erreicht. Die Bürgerinitiative „Gegenwind Glehn“ hat bei einer Versammlung am Mittwoch bekanntgegeben, offiziell Strafanzeige gegen Landrat Ramers eingereicht zu haben. Der Vorwurf lautet auf Störung der Totenruhe im Zusammenhang mit den geplanten Bauarbeiten.

Die Mitglieder der Initiative fordern einen sofortigen Baustopp für das gesamte Projekt. Jetzt muss die Staatsanwaltschaft Bonn prüfen, ob an den Anschuldigungen gegen die Verwaltung etwas dran ist.

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Offenbar jüdischer Friedhof auf der Fläche

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Laut Angaben der Bürgerinitiative verzeichnen alte Karten und Katasterauszüge das betroffene Baugelände ausdrücklich als „Judenkirchhof“. Sie befürchtet, dass die Fundamente der Windräder jahrhundertealte jüdische Gräber unwiederbringlich zerstört werden könnten. Die Kritiker werfen dem Landrat vor, entsprechende Hinweise auf die historische Bedeutung der Fläche sowie Anträge auf Denkmalschutz schlichtweg ignoriert zu haben.

Die Kreisverwaltung weist die Vorwürfe zurück und beruft sich auf das geltende Baurecht. Da alle gesetzlichen Vorgaben zum Lärmschutz, Naturschutz und auch zum Denkmalschutz erfüllt waren, habe man die Genehmigung für den Windpark erteilen müssen.

Denkmalschützer hätten im Vorfeld keine Bedenken geäußert, zumal die Fläche seit langer Zeit landwirtschaftlich genutzt wird. Der Kreis betont jedoch, dass ein sofortiger Baustopp greift, falls bei den anstehenden Erdarbeiten tatsächlich archäologische Funde ans Tageslicht kommen sollten.

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